Die Statistik der Evangelischen Erwachsenenbildung für das Berichtsjahr 2020 ist veröffentlicht. Sie ist Teil der Weiterbildungsstatistik im Verbund und wird als freiwillige Anbieter- und Angebotsstatistik durch das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) erhoben. Es liegen Daten zu Angeboten und Finanzen sowie institutionellen Strukturen vor. Die Statistik der DEAE zeigt dauerhaft und datengestützt die Leistungen auf, die in den Strukturen Evangelischer Erwachsenenbildung für Kirche und Gesellschaft erbracht werden. Die Auswertung der Daten des Jahres 2020 zeigt deutlich die Wucht der Auswirkungen der Pandemie und zeitweiliger verordneter Einrichtungsschließungen.

Es wurden bundesweit 419 Einrichtungen erfasst. Davon lagen – im Blick auf das Veranstaltungsangebot – von 316 Einrichtungen ausgewertete Daten vor. Insgesamt wurden von diesen Einrichtungen 52.099 Veranstaltungen umgesetzt (2019: 108.405) und 524.511 Veranstaltungsstunden realisiert (2019: 1,15 Mio.). Die Einrichtungen arbeiteten in ihren Veranstaltungen mit 878.775 Teilnehmenden (2019: 2,28 Mio.).

 

 

Der nach Teilnehmenden größte Themenbereich ist dabei weiterhin Religion-Ethik (235.297 TN; in 2019: 622.405 TN), Kultur-Gestalten (173.373 TN, in 2019: 553.749 TN), Familie-Generationen (180.622 TN, in 2019: 400.801 TN) und Politik-Gesellschaft (116.093 TN, in 2019: 341.007 TN) folgen bald darauf.

 

 

Bei der Finanzierung (hier liegen von 235 Einrichtungen Angaben vor) entfallen 26,3 Prozent auf Trägermittel (2019: 25,4 Prozent). Demgegenüber werden 37,7 Prozent der Einnahmen aus öffentlichen Mitteln (2019: 29,5 Prozent) und 17,3 Prozent aus Teilnehmendenbeiträgen (2019: 31 Prozent) erwirtschaftet.

 

 

Zu bemerken ist, dass im ersten Pandemiejahr der Anzahl nach etwas weniger als die Hälfte der Veranstaltungen des Vorjahres umgesetzt wurden, es dabei eine leichte Tendenz zu kürzeren Veranstaltungen gab und diese mit durchschnittlich deutlich weniger Teilnehmenden stattfanden. Bei der Finanzierung ist eine Abkehr der bisher ausgewogenen Drittelfinanzierung von Trägermitteln, öffentlichen Mitteln und Teilnehmendenbeiträgen zu sehen. Während die kirchlichen Trägermittel sich in ihrem Anteil nur marginal verändern, wird der dramatische Rückgang des Anteils der Teilnehmendenbeiträge durch einen deutlichen Anstieg des Finanzierungsanteils öffentlicher Mittel kompensiert.

 

 

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